Volltextsuche auf: https://www.meersburg.de
Blick auf einen historischen, dunkelbraunen Sekretär. Darauf stehen mehrere Portraits in hölzernen Bilderahmen und altes Schreibzeug.

Fürstenhäusle

Gebaut, um die Schönheit der Landschaft zu genießen, liegt das Fürstenhäusle Meersburg in idyllischer Lage umgeben von Weinstöcken auf einer Anhöhe über Meersburg. Seinen Namen verdankt es seiner Nutzung in fürstbischöflicher Zeit, denn sein Bauherr war um 1600 der Konstanzer Domherr und spätere Fürstbischof Jakob Fugger. Es weist einen kreuzförmigen Grundriss auf und verbindet die Gebäudetypen des Rebhauses sowie eines zweigeschossigen Pavillons. Bis zur Säkularisation nutzten es die Konstanzer Fürstbischöfe als persönliches Refugium.

Geplanter Alterssitz von Annette von Droste-Hülshoff

Im Jahr 1843 ersteigerte die Dichterin und Komponistin Annette von Droste-Hülshoff das Gebäude samt umliegendem Weinberg und Garten. Ihre, wie sie es in ihren Briefen beschreibt, „unschätzbare Perle“ ließ sie umbauen, um an ihrem Lieblingsort wohnen und schreiben zu können. Mit ihrer Lebensweise durchbrach sie die konventionellen Schranken des Frauenbildes und ist vor allem als Schöpferin des Klassikers „Die Judenbuche“ bekannt. Bis heute sind mit den Weinreben, dem Garten mit seinen Flanier- und Ruhezonen und dem besonderen Ausblick die Aspekte, die Droste schätzte, erhalten geblieben.

Blick in ein Arbeitszimmer des Fürstenhäusle. Es besteht aus einem hölzernen Schreibtisch sowie aus einer Sitzecke.

Eine literarische Ruheoase

Obwohl der Traum der Dichterin, ihr neues Domizil zu beziehen, aufgrund ihres zu frühen Todes nicht in Erfüllung ging, ist es vorwiegend nach ihren in den Briefen überlieferten Vorstellungen eingerichtet. Die möblierten Räumlichkeiten, etwa ihr Rückzugsort im Obergeschoss, das sogenannte Schwalbennest, und das Paradezimmer im Erdgeschoss, das sie als Gesellschaftraum betrachtete, bringen den Gästen die Zeit und die Person Annette von Droste-Hülshoff näher. Die biedermeierliche Einrichtung samt Tafelklavier sowie Porträts und Handschriften ermöglichen einen persönlichen Besuch bei der Dichterin und ihrem gesellschaftlichen Umfeld. Unter anderem zeigt ein bislang unbekanntes Bildnis ihren engen Vertrauten Levin Schücking, während in zahlreichen Vitrinen die Sammelleidenschaft der Dichterin sichtbar wird. Im neuen attraktiven Besucherraum kommen die Dichterin und Personen aus ihrem engsten Umfeld selbst zu Wort. Weitere Medien runden das Angebot ab und rücken das Fürstenhäusle und die Zeit der Droste in den Mittelpunkt. Garten und Terrasse laden mit einem atemberaubenden Blick bis hin zu den Alpen zum Verweilen ein.

Auf der linken Seite steht eine Informationssäule. Auf der rechten Seite befinden sich mehrere Ausstellungsstücke.

Kontakt & Anfahrt

Fürstenhäusle

Stettener Straße 11
88709 Meersburg
Telefon:
+49 7532 6088
01. April bis 07. November Täglich, 10:00–17:00 Uhr
08. November bis 31. März geschlossen
Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung
Fürstenhäusle Kombiticket
(Fürstenhäusle und Neues Schloss)
Erwachsene 5,00 € 10,00 €
Ermäßigte 2,50 € 5,00 €
Familien 12,50 € 25,00 €
Gruppen (ab 20 Personen) 4,50 € 9,00 €
Direkt nach oben