Satellitenplan

Sehenswürdigkeiten

Kleine Stadt ganz groß. Dies gilt hier nicht nur der herrlichen Lage und romantischen Winkel, sondern auch der vielen Museen wegen.

Meersburg, die Museenstadt, lädt ins Mittelalter und zur Droste, ins Barock und in Gemäldesammlungen ein. Man kann Stadtgeschichte und Weinbau erkunden, Bibelthemen und Luftfahrtgeschichte erleben. Und im Weinberg noch einmal die Droste besuchen.

Womit sich, wie so oft in Meersburg, die Wege wieder kreuzen: Die Kultur- und die Spazierwege. Willkommen in der Meersburger Museenlandschaft!

Sehenswertes Meersburg Promenade  
 

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überregional

vineum bodensee

Vorburggasse 11
88709 Meersburg
07532 / 440-260
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Schlösser

Burg / Altes Schloß

0 75 32 / 80000

Neues Schloss

0 75 32 / 8079410

Museen

Atelier an der Burg

Georg Freundorfner
Höllgasse 6
88709 Meersburg
0 75 32 / 44 55 35

Droste – Museum, Fürstenhäusle

„ Auf den Spuren der Droste“
Stettener Straße 11
88709 Meersburg
0 75 32 / 807941 0
0 75 32 / 807941 19
1843 ersteigerte die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) das Fürstenhäusle mitsamt dazugehörigem Weinberg und wurde so, wie sie es selbst in einem ihrer Briefe ausdrückte, „eine grandiose Grundbesitzerin“. Bevor im Zuge der Säkularisation 1802/03 das spätere Großherzogtum Baden das Fürstenhäusle übernommen hatte, war es im Besitz der Fürstbischöfe, worauf sein Name noch hinweist. Angeblich ließ Fürstbischof Jakob Fugger (reg. 1604-1626) das Haus erbauen; so erklärt sich auch der weniger gebräuchliche Zweitname „Fuggerhäusle“. Das im Haus eingerichtete Droste-Museum besteht seit 1924.

Galerie Bodenseekreis

Schlossplatz 13
88709 Meersburg
0 75 32 / 494129
0 75 32 / 494133
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Bibelgalerie Meersburg

Kirchstraße 4
88709 Meersburg
0 75 32 / 5300
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Keramik – Atelier Benz

Höllgasse 2
Wolfgang Benz, Jan Benz und Christel Benz-Grove
88709 Meersburg
0 75 32 / 99 65

Bildteppichkunst - Museum

Schlossplatz 12
88709 Meersburg
0 75 32 / 64 76
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vineum bodensee

Vorburggasse 11
88709 Meersburg
07532 / 440-260
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Zeppelin Museum Meersburg

Schlossplatz 8
88709 Meersburg
0 75 32 / 79 09
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Kulturdenkmale

Zum Bären

Hotel zum Baeren
Marktplatz 11
88709 Meersburg
Wirtshäuser können in Meersburg auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits für das 14. Jh. sind sogenannte „trinkstuben“ verbürgt. Namentlich erwähnt wird der „beren“ erstmals 1456. Er ist das älteste durchgehend betriebene Gasthaus der Stadt. Die Trinkstubengesellschaften des Spätmittelalters waren zumeist exklusive Bürgervereinigungen; sie dienten nicht nur der geselligen Zusammenkunft, vielmehr versuchten die alteingesessenen Bürger mittels dieser korporativen Vereinigungen ihren politischen Einfluss auf die städtischen Geschicke zu wahren und auszubauen. Aus der Trinkstubengesellschaft „Zum Bären“ sowie, als zweiter Wurzel, aus der religiösen St. Anna-Bruderschaft entwickelte sich später die Bürgervereinigung „Gesellschaft der 101 Bürger“, deren Versammlungslokal noch heute das Gasthaus „Zum Bären“ ist. - 1605 neu erbaut, war der „Bären“ bis 1728 im Besitz dieser ehrbaren „Gesellschaft der 101 Bürger“, die ihn dann an die Stadt verkaufte. Im 17. und 18. Jh. diente das Gasthaus vorübergehend als Station der Thurn und Taxis’schen Post. Nachdem er zwischenzeitlich dem Spital gehört hatte, kam der „Bären“ 1832 in Privatbesitz. Seit 1851 im Besitz der Familie Keller-Karrer-Gilowsky. 

Burgweganlagen

Unterstadtstraße
88709 Meersburg
Einem Touristen der "frühen Jahre" verdankt Meersburg die Burgweganlage: Franz Sales Meyer (1849-1927), Karlsruher Kunstprofessor, der sich sehr für den Erhalt des „malerischen und altertümlichen Charakters“ der Stadt Meersburg engagierte. Bereits in einer Denkschrift von 1907 hatte er den Ausbau des Platzes unterhalb der alten Burg zu einem „terrassierten Gärtchen“ angeregt. Wenige Jahre zuvor, 1902, war hier eine Fabrikanlage, der einzige nennenswerte Industriebetrieb der Stadt, bis auf die Grundmauern abgebrannt. Mit der Nachricht des Meersburger Gemeinderates, dass der Plan zur Umgestaltung des Fabrikplatzes angenommen sei, erhielt Franz Sales Meyer im Jahre 1915 die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger. - 1846 hatte Johann Jakob Honegger die Fabrik, eine mechanische Baumwollweberei, gegründet, und zwar zunächst auf dem Standort der mittelalterlichen „Oedinmühle“ (oder Schleifmühle), direkt unterhalb der Burg. In den darauf folgenden Jahren florierte das Geschäft, und die Anlage wurde erweitert; auch die sog. Untere Mühle und der einstige Untere Schussenrieder Hof wurden einbezogen. Aber die erfolgreichsten Geschäftsjahre waren bereits vorbei, als die Fabrik 1902 abbrannte. Obwohl sie schon 1903/04 neu erbaut wurde - außerhalb der Stadt, dort, wo bis 2003 die sog. Hämmerle-Fabrik stand, östlich der Meersburg-Therme, erreichte die Zahl der Beschäftigten nie mehr das Niveau der 1890er Jahre. Mehr schlecht als recht führte die Weberei ihren Betrieb dort fort, bis sie 1933 endgültig stillgelegt wurde. 

Die Magische Säule von Peter Lenk

Am 28. April 2007 wurde die Meersburger „Magische Säule“ des Bildhauers Peter Lenk aus Bodman am Bodensee enthüllt. Zu seinen bekannten Werken gehören die Imperia in der Konstanzer Hafeneinfahrt und der „Konstanzer Triumphbogen“ (Laubebrunnen). Der Künstler, 1947 in Nürnberg geboren, reklamiert für sich „die Zweideutigkeit des Konkreten aufzudecken“, so dass seine Werke immer wieder auf heftige Kritik stoßen. Vergleichsweise friedlich erhebt sich seither ein 15 m hohes Denkmal auf dem Hafenrondell – ein „magisches Varieté“ mit bekannten Persönlichkeiten aus der Meersburger Stadtgeschichte. Die Gestalten sind eingekleidet in die Kostüme ihrer Wunschphantasien; ihr Wirken wird anhand der Darstellung verdeutlicht.
Ganz oben sitzt die Möwe der Dichtung mit dem Gesicht der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Sie folgt im Drehtanz dem Winde und gibt dem Säulen-Opus eine poetische Dimension. Darunter wurde ihr Schwager, der Sammler mittelalterlicher Handschriften Freiherr Joseph von Laßberg verewigt. Die Droste nannte ihn u.a. “Nibelungen-Steckenreiter“. Ihm zur Seite tritt Amor als Liebesschütze von Meersburg auf. Er traf den Burgherrn Laßberg durch die Rüstung – zweimal ehelich, einmal außerehelich. Auch der Droste zielte er mitten ins Herz, den geliebten Schücking (Bibliothekar Laßbergs) verfehlte er mit einem Streifschuss.
Auf gleicher Ebene befindet sich das Edelfräulein Wendelgard von der Haltnau. Laut Legende war sie durch Nase und Höcker verunstaltet. Die Meersburger sollten ihr Gut bewirtschaften dürfen, wenn täglich ein Ratsherr mit ihr speise und sie sonntags mit der Kutsche ausfahre. Die Meersburger hätten das Angebot abgelehnt; die Konstanzer indes akzeptierten es – und erfreuen sich des Weinguts noch heute.
An der Säulenbasis ist das Handeln des Exorzisten Johann Joseph Gaßner (1729-1779) veranschaulicht. Im wahrsten Sinne des Wortes fahren die Teufel aus dem Körper! Seine exorzistischen Heilungen erregten großes Aufsehen – auch in Meersburg fieberte man 1774 dem spektakulären Ereignis entgegen.
Bischof Franz Konrad von Rodt und der Arzt Franz Anton Mesmer waren Gegner der Teufelaustreibungen. Mesmer, der für viele als Begründer der modernen Hypnose-Therapie gilt, entdeckte eine Methode, die kraft des körpereigenen „animalischen Magnetismus“, also ohne Magnete, heilend in den leidenden Körper fließt. Dennoch ist es nicht ohne Ironie, dass es Jahre später Mesmer wie Gaßner erging: Seine Lehre wird von der französischen Akademie als Wissenschaft nicht ernst genommen. Anerkannte wissenschaftliche Kapazitäten Wiens wie den Hofastronomen Hell, den Präses der Medizinischen Fakultät Anton von Stoerck und den Impfarzt Jan Ingenhousz als „Intriganten“ in einem Planetenkäfig einzusperren, über ihnen den „Magnetisieur“ Mesmer triumphieren zu lassen nennt Peter Lenk Grotesk!

Ehemaliges Dominikanerinnen-Kloster

Ehemaliges Dominikanerinnenkloster
Kirchstraße 4
88709 Meersburg
Um 1300 schlossen sich fromme Frauen aus wohlhabenden Meersburger, Überlinger und Konstanzer Familien zusammen und gründeten eine so genannte Beginen-Sammlung; bereits 1309 hatten sie sich den Konstanzer Dominikanern unterstellt. Die Sammlung, wie der Konvent allgemein genannt wurde, umfasste bis zu 20 Schwestern. Wie in vielen anderen Städten versuchte auch der Meersburger Rat, Einfluss auf den Schwesternkonvent zu erlangen, zumindest deren Privileg der Steuerfreiheit zu beseitigen. 1498 entschied der Konstanzer Bischof, dass der Konvent sowohl Steuern als auch die bürgerlichen Lasten wie Hut und Wacht zu entrichten habe; im Gegenzug erhielten die Schwestern wesentliche Bürgerrechte zugestanden. Ab 1784 unterrichteten sie Meersburger Bürgertöchter. Im Zuge der Säkularisation wurde das Dominikanerinnen-Kloster 1807/08 aufgehoben; verschiedene Besitzer (und unterschiedliche Nutzungen) wechselten einander danach ab. 1924 ging dann die Mädchenschule in der Volksschule auf, die hier bis 1963 bestand. 1986/88 wurde der Gebäudekomplex, soweit er noch erhalten werden konnte, grundlegend saniert. Seitdem befinden sich die Tourismus-Information hier, ferner die Stadtbücherei, das Stadtmuseum sowie die Bibelgalerie.

Ehemals Rot'scher Hof

Höllgasse
88709 Meersburg
Im Jahre 1722 erwarb das oberschwäbische Prämonstratenserkloster Rot an der Rot den Hof vom Hochstift Konstanz und nutzte ihn als Schaffnei, d.h. Verwaltungssitz für seine Meersburger Güter. Außerdem verwendeten die Klöster ihre städtischen Höfe meist als Stapel- und Handelsplätze, von wo aus sie ihre Produkte vertrieben. Im Zuge der Säkularisation übernahm 1803 der Reichsgraf Wartenberg-Rot das Gebäude, das er 1806 an den Kaufmann Franz Josef Zimmermann verkaufte. Im darauf folgenden Jahr wurde im Erdgeschoss an der Stelle, wo sich früher die Hauskapelle befand, ein Ladengeschäft eingerichtet. Reinhard Sebastian Zimmermann, der als badischer Hofmaler bekannt wurde, erlernte hier den Kaufmannsberuf.

Friedhof mit Ehrengräber

Friedhofskapelle

Friedhofskirche
Mesmerstraße
88709 Meersburg
Erstmals erwähnt wird die Kapelle Mariä Himmelfahrt, die heutige Friedhofskapelle, die ursprünglich vor den Stadttoren gelegen war, im Jahre 1511. (Erst 1682 wurde der Friedhof hier, in der Nähe der Kapelle, angelegt.) Die spätgotischen Wandmalereien, die ehemals das gesamte Langhaus schmückten, stammen wahrscheinlich aus jener Zeit. Fürstbischof Jakob Fugger (reg. 1604-1626) weihte die Kapelle 1621 neu, nachdem der einschiffige Bau um den Chor (und den Dachreiter) erweitert worden war. Der Hochaltar, wohl um 1630 entstanden, wird David Zürn oder seiner Werkstatt zugeschrieben. Die heutige Gestaltung des Innenraumes ist das Ergebnis einer >gründlichen< Restaurierung von 1900/02 durch die Brüder Mezger aus Überlingen - und offenbart in ihrer bunten Pracht deren Vorstellungen von einem gotischen Kirchenraum. 

Ehemals Gasthaus „Hecht“

Unterstadtstr. 3
88709 Meersburg
Das Gasthaus „Hecht“, das in der ersten Hälfte des 16. Jh. eröffnet worden war, wurde hier bis in die Mitte des 19. Jh. betrieben. Damals wurde die sog. Taferngerechtigkeit des „Hecht“ (die Konzession, eine Gastwirtschaft zu betreiben) verlegt - vom Osten der Unterstadtstraße in den Westen, von Hausnummer 3 auf die Nummer 39, wo das Gasthaus bis heute betrieben wird. - Die kleine Statue an der Ostwand des Gebäudes stellt den Hl. Sebastian dar, den Schutzpatron gegen die Pest. Der Legende nach soll sich die Pest im Jahre 1635/36 nicht über dieses Haus hinaus ausgebreitet haben; in Wirklichkeit aber erinnert die Statue an die Sebastians-Bruderschaft, die sich schon vorher regelmäßig im „Hecht“ versammelt hatte. 

Gredhaus

Gredhaus
Seepromenade 16
88709 Meersburg
1498 verkaufte Bischof Hugo von Hohenlandenberg (reg. 1496-1530, 1531-32) das Gebäude an die Stadt mit der Auflage, es als >Kaufhaus< zu nutzen: „zu ainem kouffhuss nach Irem gefallen [...].“ Wenig später, 1505/09, neu erbaut, wurde das Gredhaus für Jahrhunderte der zentrale städtische Handels- und Lagerplatz für Waren aller Art. Die meisten deutschen Städte errichteten im Spätmittelalter eigene >Kaufhäuser<. Diese Zentralisierung des Warenverkehrs bot Vorteile: Die Kontrolle wurde ebenso erleichtert wie der Steuereinzug. Für Meersburg war bis ins späte 18. Jh. insbesondere der Kornhandel mit der Schweiz bedeutsam. In den 1850er Jahren erweiterte man den Hafen vor dem Gredhaus, damit die Dampfschiffe sicherer anlegen konnten; dadurch verlor die alte Schiffslände beim „Wilden Mann“ zunehmend ihre Funktion als Anlegestelle. 1899 wurde das Gredhaus modernisiert, die großen Fenster wurden damals angebracht. Seinerzeit >wanderte< auch das Wappen, das sich zuvor im Innenhof befunden hatte, an die Außenfront; es vereint das Wappen von Bischof Hugo von Hohenlandenberg und das der Stadt Meersburg - unter der Mitra und der Jahreszahl 1505. - Das Wort Gred wird übrigens im allgemeinen vom lateinischen gradus (= Stufe) abgeleitet, womit man die treppenförmigen Gerüste bezeichnete, auf denen üblicherweise die Waren präsentiert wurden. 

Hauptwache

Ehemalige Hauptwache
Schlossplatz
88709 Meersburg
Seinen Namen verdankt das Gebäude seinem Vorgängerbau: 1763 von Franz Anton Bagnato erbaut, diente dieser der fürstbischöflichen Schlosswache als Unterstand. 1828 erwarb die Stadt das Gebäude und ließ es zwei Jahre später durch einen größeren Neubau in klassizistischem Stil ersetzen. Der Portikus mit den vier dorischen Säulen wurde erst nachträglich, nach 1841, angebracht. Die Stadt nutzte das Gebäude in vielfältiger Weise: Zu Anfang diente es als Wach- und Feuerwehrhaus; zwischenzeitlich wurden Gefängniszellen eingerichtet; in den 1920er Jahren brachte man hier wandernde Handwerksburschen und die Meersburger Sanitätskolonne (Rotes Kreuz) unter. Später wurde die Hauptwache auch zeitweise von städtischen Ämtern belegt, so bis 1988 von der Kur- und Verkehrsverwaltung. 

Kapelle Zum Frieden

Am Rosenhag
88709 Meersburg
Bereits in den 1660er Jahren befürwortete Fürstbischof Franz Johann von Praßberg (reg. 1645-1689) den Bau einer Kapelle „zu Ehren des Hl. Joseph“, an der wichtigen Verbindungsstraße nach Stetten gelegen. Als diese Straße im Zuge der Ortsumgehung wesentlich verbreitert wurde, musste die Kapelle verlegt werden; 1977 wurde sie hier originalgetreu wieder errichtet. Ihren heutigen Namen erhielt die Kapelle vom benachbarten Gewann bzw. Gasthaus „Zum Frieden“, das sich früher an der Stettener Straße befand. 

Kronengarten

Kronenstraße
88709 Meersburg
Ursprünglich bestand hier, beim so genannten Kronengarten, eine fürstbischöfliche Sennerei. Von hier wurde der Hof der Konstanzer Fürstbischöfe mit Milch und Molkereiprodukten versorgt; daneben wurde hier auch der herrschaftliche Wein ausgeschenkt. Die Sennerei wurde im späten 17. Jh. errichtet; nach mündlicher Überlieferung stand über dem Portal der Umfassungsmauer die Jahreszahl 1685. (Damit wäre die Sennerei unter Fürstbischof Franz Johann von Praßberg angelegt worden, der von 1645 bis 1689 regierte.) Im Zuge der Säkularisation 1802/03 übernahm der Badische Staat die Sennerei. Schon 1809 sah sich die Verwaltung gezwungen, das Anwesen zu verkaufen; seitdem befindet sich die Sennerei in Privatbesitz. Im Jahre 1835 erwarb ihr Besitzer die alte Taferngerechtigkeit „Zur Krone“ und damit das Recht, ein Gasthaus zu führen. Mit der neuen Nutzung erhielt das Gelände auch seinen heutigen Namen – Kronengarten. 

Das Obertor

Obertor
Marktplatz
88709 Meersburg
Das Obertor wurde im Zuge der Stadterweiterung um 1300 an der Handelsstraße Richtung Ravensburg erbaut. Im Mittelalter bewachten die Meersburger ihre Stadttore sehr streng. Jeder Reisende musste sich kontrollieren lassen, und an allen Toren wurde Straßenzoll und Torgeld eingezogen. Dem Tor vorgelagert war ein Brückenhaus, das 1838 abgerissen wurde. 1902 wurde das Obertor zum Teil erneuert. - Sozialgeschichtlich interessant, dass 1477 eine städtische Uhr am Obertor nachgewiesen ist. Viele Städte hatten seit dem 14. Jh. eigene Uhren, da die differenzierte Stadtwirtschaft, im Gegensatz zur Landwirtschaft, einer genaueren (Arbeits-)Zeitmessung bedurfte. Die Uhr zeugte von einem gesteigerten bürgerlichen Selbstbewusstsein, da nicht mehr die Kirche die Tageseinteilung bestimmte. Es mag daher kein Zufall sein, dass die erste öffentliche Meersburger Uhr nur kurze Zeit nach den Stadtrechtskämpfen gegen den geistlichen Stadtherren urkundlich belegt ist. 

Meersburger Rathaus

Das Rathaus in Meersburg
Marktplatz 1
88709 Meersburg
„Anno 1551 ward firwahr Diß Ratthauß gebaut: In dem Jahr Anno 1582 Ist dieser Sahl verwendt Inn ain Stuben und wol volendt:“ So lautet die Inschrift auf einer Wappenscheibe, die früher im Ratssaal präsentiert wurde. Baugeschichtliche Daten bestätigen die Angaben: In der Mitte des 16. Jh. wurde dieses „Ratthauß“ errichtet. Ob schon früher ein Gebäude mit dieser ausschließlichen Nutzung bestand, ist nicht gesichert; vermutlich kam der Rat zuvor an anderen Versammlungsstätten zusammen, jedenfalls legen dies manche Urkunden nahe. 1582/83 wurde das Rathaus dann um den Ratssaal erweitert, der sich (bis heute) über dem Vorburgtor befindet. Weitere, umfangreiche Umbauten folgten im 18. Jh. So wurde 1739/40 nicht nur der Rathaussaal barockisiert, sondern auch das Gebäude um ein Stockwerk erhöht. In diesem oberen Stock wurde dann 1784, auf Initiative des Fürstbischofs Maximilian Christoph von Rodt (reg. 1775-1800), ein Theatersaal eingerichtet; bis 1912, als das Rathaus erneut umgebaut wurde, führte man hier Theaterstücke auf. Der Ratskeller, der im ehemaligen Weinkeller eingerichtet wurde, nahm auf Betreiben des Bürgermeisters Karl Moll 1936 seinen Betrieb auf.

Reithof

Seminarstraße
88709 Meersburg
Der Reithof wurde um 1760, nach Plänen Franz Anton Bagnatos, auf dem Terrain des Hofgartens angelegt. Von Anfang an erfüllte der Gebäudekomplex unterschiedliche Aufgaben. Die Anlage umfasste eine Reithalle sowie das Zeughaus, worin die Geschütze und Waffen des fürstbischöflichen Militärs und der Stadt untergebracht waren; ferner Kutschenremisen und Stallungen, des weiteren Hofratswohnungen. Mit der Säkularisation 1802/03 fiel das Anwesen an Baden, dessen Domänenverwaltung sogleich das Inventar der Stallungen und des Zeughauses, bis 1806, versteigerte. Bereits 1803 war im Ostflügel das Bezirksamt eingerichtet worden, das dort bis 1857 blieb. Seit 1837 wurde im Reithof zusätzlich die Seminarübungsschule untergebracht, an der die Meersburger Knaben unterrichtet wurden. Nach Teilabriss und Wiederaufbau zu Beginn des 20. Jh. zog 1907 die Weinbaudomäne Meersburg ein, das heutige Staatsweingut. In den 1960er Jahren wurde der Reithof dann erneut grundlegend renoviert. Neben dem Staatsweingut nutzt heute das Droste-Hülshoff-Gymnasium das Gebäude.

Rotes Haus

Rotes Haus bzw. Galerie Bodenseekreis
Schlossplatz 13
88709 Meersburg
Bürgermeister Matthias Rassler (1589-1646) ließ um 1625 das Haus erbauen. Sein Wappen befindet sich mit dem seiner Ehefrau Magdalena, geborene Held, über dem Eingang. Im 18. Jh. in fürstbischöflichem Besitz. Seitdem diente das Haus als Dienstwohnung hoher bischöflicher, später badischer Beamter. Mit dem Roten Haus verbindet sich noch der Name eines weiteren Bürgermeisters: Es ist das Geburtshaus von Dr. Karl Moll (1884-1936). Dieser engagierte sich während seiner Amtszeit, von 1919 bis zu seinem Tod, besonders für die Entwicklung des Meersburger Tourismus. 

Hotel zum Schiff

Hotel zum Schiff
Bismarckplatz 5
88709 Meersburg
Bevor das Gebäude zum Hotel wurde, war es Jahrhunderte lang der Hof des Konstanzer Domkapitels, jenes Kollegiums der Domherren, die den Bischof wählten. Die ausgedehnten Liegenschaften des Domkapitels auf Meersburger Gemarkung wurden von diesem Hof aus verwaltet, der wahrscheinlich gegen Ende des 13. Jh. durch Bischof Heinrich von Klingenberg (reg. 1293-1306) errichtet worden war. Der Hof lag äußerst verkehrsgünstig, da sich bis in die 1850er Jahre hier die alte Schiffsanlegestelle, zwischen dem „Schiff“ und dem „Wildem Mann“, befand. Während des Konstanzer Konzils (1414-1418) war der Domkapitelhof vorübergehend Schauplatz >großer< Politik: König Sigismund und Herzog Friedrich von Österreich trafen sich hier im April 1418, um ihren Streit beizulegen; Herzog Friedrich hatte dem (Gegen-)Papst Johannes XXIII zur Flucht verholfen und so das vorrangige Ziel des Konzils gefährdet, nämlich das Papstschisma zu überwinden, wofür er vom Kaiser mit der Reichsacht belegt worden war. Mit der Säkularisation 1802/03 wurde der Domkapitelhof badisch. Seit 1811 in Privatbesitz, wird der Hof als Gasthaus, zunächst sogar mit eigener Brauerei, und Hotel genutzt. Noch heute zeugt das am Eingang befindliche Wappen des Konstanzer Domkapitels von seinem früheren Besitzer.

Spitalhof auf der Haltnau

Haltnau
Uferpromenade 107
88709 Meersburg
1272 bereits erhielt das Konstanzer Heilig-Geist-Spital einen Weinberg „zu Haltnau“; sein Besitzer Ulrich, ein Konstanzer Bürger, vermachte ihn dem Spital mit der Bestimmung, dass seine Frau Adelheid nach seinem Tod jährlich 20 Eimer Wein, also gewissermaßen eine Rente, erhalten soll. Schon im 14. Jh. bildete der Hof dann den Mittelpunkt eines eigenen Amtsbezirks des Konstanzer Heilig-Geist-Spitals. Das Hofgebäude wurde im 15. Jh. zum See hin erweitert, der Hauptteil ist sicherlich älter. Um 1550 gehörten zum Hof eine Scheuer, eine Schmiede, Stallungen für Kühe und Rösser, ein >Badstüblein< und ein Torkel. Der „Meister zu Halten“, wie der Titel des Verwalters bis Mitte des 17. Jh. lautete, hatte nicht nur seinen Hof zu bewirtschaften, ihm oblag als Amtsverweser ebenso die Aufsicht über die spitälischen Lehenbauern in der Umgebung von Stetten, Ahausen und Ittendorf sowie der Steuereinzug. Der Hauptwirtschaftszweig war der Weinbau. Die noch erhaltene ehemalige Torkelscheuer, die wohl im 16. Jh. errichtet wurde, ist aufgrund ihres Alters - für ein Ökonomiegebäude aus Fachwerk - eine architekturgeschichtliche Rarität. Bis heute befindet sich der „Spitalhof“ (und die gesamte Reblage von ca. 10 ha) in Konstanzer Besitz, genauer: dem der Spitalstiftung Konstanz; Ausbau, Lagerung und Vertrieb des Weins erfolgen durch die dortige Spitalkellerei. - Diese >ungewöhnlichen< Besitzverhältnisse sind der historische Grund einer populären Sage, der sog. Wendelgard-Sage. Danach soll Wendelgard, die einst den Oberhof besaß, mit einem Höcker und einer Art Schweinerüssel derart missgestaltet gewesen sein, dass sich sogar die Dienstleute von ihr abwandten; einsam und kinderlos, entschloss sie sich daher zur Verpfründung ihrer Güter - unter der Bedingung, dass der Bürgermeister oder ein Ratsherr täglich mit ihr speisten und sie in der Kutsche ausführten. Die Meersburger hätten das Angebot abgelehnt; die Konstanzer indes akzeptierten es - und erfreuen sich des Besitzes noch heute. 

Stadtpfarrkirche „Mariä Heimsuchung"

Pfarrkirche
Kirchstraße
88709 Meersburg
Das älteste Siegel der Meersburger Pfarrgemeinde ist einer Urkunde aus dem Jahr 1288 angefügt: „Sigillum Cuonradi Plebani in Merspurc“ (Siegel des Leutpriesters Konrad in Meersburg). Beurkundet wird darin, dass der Erlös aus einem kirchlichen Grundstücksverkauf für einen Altarstein sowie für den Kauf eines Hauses in Meersburg aufgewendet werden soll. Man darf also annehmen, dass damals bereits eine Pfarrkirche bestand; jedoch war die Pfarrei zunächst nicht selbständig, sondern bis zur Mitte des 14. Jh. der Pfarrei Seefelden zugeordnet. Das heutige Kirchenschiff der Meersburger Pfarrkirche wurde 1829/33 gebaut. Einzig der Glockenturm, der im Mittelalter als Wehrturm in die Stadtmauer integriert war, entging seinerzeit dem Abriss. - Einzelne Grabmäler an der Umfassungsmauer des heutigen Parkplatzes erinnern daran, dass sich ursprünglich direkt neben der Pfarrkirche der Friedhof befand. Die Heilig-Kreuz-Kapelle, die daran angrenzte (und um 1830 abgebrochen wurde), diente dafür als Beinhaus. 

Unterhof auf der Haltnau

Unterhof
Uferpromenade
88709 Meersburg
Der Konstanzer Domherr Ulrich von Richental verkaufte den Unterhof auf der Haltnau 1314 samt Weingütern, Torkelgebäude und allem Zubehör an die Benediktinerabtei Weingarten, in deren Besitz er bis zur Säkularisation im Jahre 1802/03 verblieb. Noch heute prangt deren Wappen auf dem Torbogen, worüber eine Madonna im Sternenkranz zu sehen ist. Seit 1832 in Privatbesitz.

Unterstadtkapelle

Unterstadtstraße
88709 Meersburg
Die Unterstadtkapelle wurde Ende des 14. Jh. in gotischem Stil erbaut und bereits wenig später durch die Spende dreier Konstanzer Bürger mit einer Kaplaneipfründe ausgestattet. 1535 wurde die Kapelle um den Chor erweitert, wie die Inschrift im Bogen der Chorseite belegt. Zur Ausstattung der Kapelle gehören zwei kunsthistorische Kostbarkeiten. Auf der linken Seite steht ein spätgotischer Verkündigungsaltar, der auf die Zeit um 1500 datiert wird: Maria kniet am Betstuhl, davor der Erzengel Gabriel, die Gesichtszüge der Figuren wirken schon recht individuell; dazwischen ein Fenster mit Ausblick auf die Landschaft. Auf der rechten Seite ein Renaissance-Altar, der die Lebensstationen (und Wunder) der beiden Johannes darstellt, sowohl des Täufers als auch des Evangelisten. - 1849 verfügte die Großherzogliche Regierung des Seekreises, dass die Unterstadtkapelle in das Eigentum der Stadt überging mit der Auflage, weder Kapelle noch Inventar je zu veräußern oder ihren Zwecken zu entziehen. (Besichtigung im Rahmen der Kirchenführungen; Information in Meersburg Tourismus.) 

Unterstadttor

Unterstadttor
Unterstadtstraße
88709 Meersburg
Das Unterstadttor, zu Zeiten auch „Niedertor“ oder „Kugelwehrtor“ genannt, ist wohl das älteste erhaltene Tor der Stadt; laut Steven R. Fischer soll es um 1250, im Zuge der ersten Ummauerung Meersburgs, errichtet worden sein, schriftlich erwähnt wird es allerdings erstmals 1325. Während das Unterstadttor bis heute, im wesentlichen unverändert, steht, wurde sein >Pendant<, das „Hintere Seetor“, das den östlichen Abschluss der Unterstadt bildete, 1852 abgebrochen. - Die Stadtbefestigung, deren prominenteste Teile die Stadttore waren, diente im Mittelalter nicht nur der Sicherheit der Bewohner; sie markierte auch einen Rechtsbezirk, der die Stadt vom Umland abgrenzte. Stadtmauer, Stadttore, dazu das Marktrecht, das waren entscheidende Kriterien, die eine Stadt im Mittelalter definierten. Das Marktrecht wurde Meersburg schon 1233 verliehen; die Stadtrechte wurden der „Gesamtheit der Bürger“ Meersburgs (so der Wortlaut der Urkunde) dann im Jahre 1299, unter der Herrschaft des tatkräftigen Bischofs Heinrich von Klingenberg (reg. 1293-1306), gewährt. 

vineum bodensee

Vorburggasse 11
88709 Meersburg
07532 / 440-260
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Aussichtspunkte

Baitenhauser Höhe

Baitenhausen
Prälat-Schuh-Weg
88709 Meersburg
Schlossberg, Wallfahrtskapelle Baitenhausen: schöne Sicht über das Salemertal, Richtung Heiligenberg und Gehrenberg

Friedrichshöhe

Friedrichshöhe
Von-Laßberg-Str.
88709 Meersburg
An der von-Laßberg-Straße gelegen: Panoramablick auf die historische Altstadt, den See und die Alpen

Känzele

Känzele
Seminarstraße
88709 Meersburg
Zwischen Droste-Hülshoff-Gymnasium und Staatsweingut: Blick vom Hafen über die Rieschentreppe auf die Weinberge, den Schiffshafen und die Unterstadt

Mollplatz

Blick auf die Alte Burg, die Unterstadt, den See und die Alpen

Ödenstein

Ödenstein
Droste-Hülshoff-Weg
88709 Meersburg
Über den Himmelbergweg oder den Droste-Hülshoff-Weg: Blick auf den Fährehafen, auf Konstanz, die Blumeninsel Mainau und den Überlinger See

Schlossterrasse

Von der Alten Burg zur Schlossterrasse: Panoramablick über die Unterstadt, die Alte Burg, den gesamten See und die Alpen

Trielberg

Trielberg
Trielbergweg
88709 Meersburg
Wasserhochbehälter Trielberg, mit Blick über die Reblandschaft und den Bodensee

Wetterkreuz

Wetterkreuz
Am Wetterkreuz
88709 Meersburg
Am Höhenweg nach Hagnau, in den Weinbergen gelegen: Panoramablick über den ganzen See

  • Stadt Meersburg am Bodensee
  • Marktplatz 1
  • 88709 Meersburg
  • Telefon 00 49 75 32 / 440-0
  • info@meersburg.de
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