Weitere Informationen?
Haben Sie zu den  vorstehenden Informationen noch Fragen oder spezielle Anliegen, so wenden Sie sich bitte an Hubert Möhrle bei der Stadtverwaltung Meersburg, Telefon 07532 / 440-144 oder per Email an moehrle@meersburg.de

Breitbandversorgung beim Gemeindeverwaltungsverband Meersburg

Sachstandsbericht

Das Land Baden-Württemberg legte im Mai 2012 das Förderprogramm „Breitbandinitiative II“ auf, mit dem Ziel, die unterversorgten Gebiete, die sog. „weißen Flecken“,  durch entsprechende Förderung u.a. durch den  kommunalen Ausbau an das schnelle Internet anzubinden.
Seinerzeit lag eine Unterversorgung vor, wenn bei Privatanschlüssen nicht mindestens 2 MBit/s (aktuell 30 Mbit/s) und bei gewerblichen (symmetrischen) Anschlüssen nicht mindestens 25 Mbit/s (aktuell 50 Mbit/s) erreicht wurden.
Die Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbandes Meersburg haben daraufhin im Sommer 2013 die Firma tkt teleconsult GmbH mit der Erstellung einer Breitbandstudie für den GVV Meersburg beauftragt.
Aus dieser Studie heraus wurde die tkt teleconsult GmbH im Frühjahr 2014 mit der Erstellung eines Netzentwicklungskonzeptes  und der Erstellung einer Marktanalyse beauftragt.
Die Ergebnisse und Inhalte dieser Studien und Konzepte wurden den Bürgern und Einwohner in Informationsveranstaltungen am 26.03.2014 in der Sommertal-Festhalle Meersburg und am 31.03.2014 im Feuerwehrgerätehaus Oberuhldingen bekanntgegeben. Insbesondere wurde dort über die notwendige Bedarfsermittlung informiert, die mittels entsprechender Fragebögen über die Mitteilungsblätter am 08.05.2014 an die Haushalte verteilt wurde.
Mit den Ergebnissen der Bedarfsabfrage wurde dann im Herbst 2014 von Seiten tkt teleconsult GmbH das Netzentwicklungskonzept für den GVV Meersburg den Vertretern der Gemeinden und anschließend am 09.02.2015 in der Informationsveranstaltung der Bürgerschaft präsentiert. Hierbei wurde die Handlungsempfehlung in Richtung FTTC-Netzausbau mit erreichbaren Bandbreiten von mind. 30 Mbit/s bis zu 50 Mbit/s ausgesprochen.
Ein kommunaler Ausbau kann nur in den Bereichen erfolgen, in denen eine Unterversorgung existiert und kein anderer Versorger einen Eigenausbau angekündigt hat. Beim Ausbau wird unterschieden in FTTC (Fibre to the curb – Glasfaser bis zum Kabelverzweiger) i.d.R. für Privathaushalte und FTTB (Fibre to the building – Glasfaser bis ins Gebäude) i.d.R. für gewerbliche Bedarfe.
Die Beauftragung der tkt teleconsult GmbH zur Planung eines FTTC-Netzes und in Teilen eines FTTB-Netzes erfolgte im Frühjahr 2015 in den jeweiligen Gremien der Gemeinden. Gleichzeitig wurden die Tiefbauplanungsleistungen nach erfolgter Ausschreibung an das Planungsbüro Pietsch vergeben.
 
1. Bauabschnitt
Die Förderanträge für den 1. Bauabschnitt wurden im August 2015 beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) gestellt.  Bei geschätzten Ausbaukosten von ca. 2 Mio. € wird mit Zuschüssen in Höhe von ca. 1,1 Mio. gerechnet.
Die Gesamtmaßnahme wurde in 2 Bauabschnitte unterteilt, wovon im 1. Bauabschnitt folgende Bereiche einbezogen wurden:


Meersburg:
Baitenhausen (FTTC); Schiggendorf (FTTC); Riedetsweiler (FTTC und FTTB); Gewerbegebiet Toren (FTTB); Unterstadt (FTTC und FTTB); Gehauweg (FTTC und FTTB); Unteruhldinger Straße - westl. Teil (FTTC); Aufbau eines POP (Point of Presence – zentrale Verteilerstation) in der Mesmerstraße in Meersburg.

Uhldingen-Mühlhofen:
Unteruhldingen (FTTC); Oberuhldingen - südl. Teil (FTTC)
Diese Arbeiten wurden im Februar 2016 begonnen und sind Ende Sommer 2016 weitestgehend fertiggestellt worden.
 
2. Bauabschnitt
Der 2. Bauabschnitt sollte nach den ursprünglichen Planungen bereits parallel zu den Bauarbeiten des 1. Bauabschnittes geplant werden, jedoch wurden diese Planungen von einer gegenüber der in der Marktabfrage erklärten Ausbauankündigung in erheblichem Umfang geänderten Ausbauankündigung der Telekom gestoppt. Der exklusive Zugriff der Telekom mittels der Vectoring-Technik auf die weiteren Kabelverzweiger konnte über einen langwierigen Antrag bei der Bundesnetzagentur noch einmal verhindert werden. Diese Intervention der Telekom führte zu einer erheblichen zeitlichen Verzögerung und zu verwaltungsinternem Mehraufwand.
Derzeit laufen jedoch nun die abschließenden Planungen für den 2. Bauabschnitt, insbesondere für folgende Bereiche:

Meersburg:
Unteruhldinger Straße – östl. Teil (FTTB)

Uhldingen-Mühlhofen:
Oberuhldingen – nördl. Teil (FTTC); Mühlhofen (FTTC)

Daisendorf:
gesamtes Gemeindegebiet, außer südl. Teil (FTTC und Teil-FTTB)

Stetten:
gesamtes Gemeindegebiet, außer süd-westl. Teil (FTTC und Teil-FTTB)

Hagnau:
westlicher Teil Richtung Mühlbach (FTTC); Gewerbegebiet Langbrühl (FTTB); Strandbadstraße (FTTB); Seestraße-Teilbereiche (FTTB)

Nicht in allen Bereichen müssen hierzu im 2. Bauabschnitt Tiefbauarbeiten ausgeführt werden. Es kann vielfach auf ein bestehendes Leerrohrnetz oder auch auf angemietete Trassen von anderen Versorgern zurückgegriffen werden.
Die notwendigen Tiefbauarbeiten für den 2. Bauabschnitt sollen noch im Herbst/Winter 2016 ausgeschrieben werden, so dass je nach Witterung im Februar 2017 bis ca. Juni 2017 gebaut werden kann.
Die genauen Ausführungszeiten und weitere Informationen erhalten Sie rechtzeitig in Ihrem Mitteilungsblatt oder auf den jeweiligen Internetseiten der Gemeinden.
 
Die Förderanträge für den 2. Bauabschnitt werden noch im Herbst 2016 beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) gestellt. Die Kosten und die Zuschüsse werden in ähnlicher Höhe wie beim 1. Bauabschnitt  erwartet.
 
Ausbau der Telekom:
Parallel zu den Maßnahmen des GVV Meersburg wird die Telekom im Herbst 2016 die angekündigten Kabelverzweiger mit der Vectoring-Technik und weitere Kabelverzweiger mit VDSL ausbauen, sodass in den angeschlossenen Haushalten zum Jahresende 2016 Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s verfügbar sein sollen. Dies betrifft im wesentlichen:

Meersburg:
gesamtes Stadtgebiet (außer Unterstadt)

Uhldingen-Mühlhofen:
kein Ausbau der Telekom

Daisendorf:
südlicher Teil (Vectoring), restliches Gemeindegebiet, außer Gärtlesberg, Alpenblick (VDSL)

Stetten:
süd-westlicher Teil (Vectoring), restliches Gemeindegebiet (VDSL)

Hagnau:
ist bereits ausgebaut
 
Was passiert mit dem bereits gebauten und dem noch zu bauenden Netz des GVV Meersburg?
Das entstandene Netz des GVV Meersburg wird über KommPaktNet (Anstalt des öffentlichen Rechts), bei der der GVV Meersburg Mitglied ist, zusammen mit weiteren Landkreisen zum Netzbetrieb ausgeschrieben. Diese Ausschreibung soll noch im Herbst 2016 durchgeführt werden, sodass bei planmäßigem Verlauf im Frühjahr 2017 ein Netzbetreiber gefunden sein sollte.
 
Unitymedia (ehemals Kabel-BW)
Haushalte in einem Versorgungsgebiet der Unitymedia (ehemals Kabel-BW) sind weder vom Ausbau des GVV Meersburg, noch vom Ausbau der Telekom betroffen, da diese Gebiete als versorgt gelten und somit nicht weiter ausgebaut werden dürfen.
Verfügbarkeitscheck der unitymedia über:
https://www.unitymedia.de/privatkunden/beratung/unser-kunde-werden/verfuegbarkeit-pruefen/
 


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