Meersburg Therme soll erweitert werden

Gemeinderat beauftragt Planer mit Kostenermittlung für neuen Ruheraum und dritte Pfahlbausauna.
Die Meersburg Therme soll um einen größeren Ruheraum sowie eine dritte Pfahlbausauna erweitert werden. Vorerst beauftragte der Gemeinderat die Planer aber lediglich damit, die Kosten zu ermitteln, die als Grundlage für einen später anvisierten Baubeschluss dienen sollen.

VON SYLVIA FLOETEMEYER  (SÜDKURIER)
 
Befürworter einer Erweiterung: Bürgermeisterin Sabine Becker und Therme-Betriebsleiter Jörg Schaefer.
Meersburg - Der neue Ruheraum, der im Anschluss an den bestehenden geplant ist, soll 35, die neue Pfahlbausauna 50 zusätzliche Plätze bieten. Letztere werden dringend gebraucht, sagte Therme-Betriebsleiter Jörg Schaefer. "In Stoßzeiten stehen die Leute bei den Aufgüssen wie im Supermarkt an. Schaefer befürchtet, wenn man den lukrativen Saunabereich nicht erweiterte, wanderten die Besucher ab. Auf den Ausbau einer Erdsauna im Untergeschoss der neuen Pfahlbausauna will man, bis auf die Rohbaumaßnahmen, vorläufig verzichten.
Von Seiten der Verwaltung wären die Kosten einer Erweiterung, die sich für die derzeit favorisierte Variante bei rund 700.000 Euro bewegen könnten, durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 500.000 bis 550.000 Euro möglich. Weitere Ausgaben müsste man über Kredite finanzieren.

Der Gemeinderat beauftragte mit elf Ja-Stimmen das Team um Therme-Architekt Franz Strobilius, eine Kostenberechnung für die Erweiterung aufzustellen. Doch trotz zweier nichtöffentlicher Vorberatungen, erst im Gemeinderat, dann im Technischen Ausschuss, gab es in der öffentlichen Sitzung noch Diskussionsbedarf. Am vehementesten meldeten sich Wilfried Steiger (FW/Umweltgruppe) und Katja Achtermann (SPD) zu Wort.
Steiger sagte, er sei "ein Fan dieses Bades, bezweifelte aber, dass der "Gewinnbringer Sauna weiter Zuwächse verzeichnen werde, wenn ab 2007 ein Großteil der jetzigen Besucher aus Übersee vielleicht die Konstanzer Therme bevorzugten. Steiger mahnte ferner, dass man bei der Bilanz der Therme die rund 700.000 Euro Abnutzung pro Jahr nicht vergessen dürfe.
Achtermann meinte, man könne vielen Bürgern schwer vermitteln, dass man "noch vor einem halben Jahr bei der Kindergartensanierung um jedes Fenster gerungen hat und jetzt bereit sei, so viel Geld auf einen Schlag für die Therme auszugeben. "Das Thermalbad scheint ein Fass ohne Boden zu sein.
Hier griff Bürgermeisterin Sabine Becker ein. Es gehe sicher um viel Geld, doch man dürfe nicht vergessen, dass dank der Therme der bisherige Zuschuss fürs Freibad in Höhe von zuletzt jährlich 300.000 Euro entfiele. "Man darf das nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.
Peter Schmidt (CDU), sagte es sei "unfair, die Thermeerweiterung mit der Kindergartensanierung zu vermengen. Die jetzige Planung sei der Konsens dessen, worauf man sich in nichtöffentlicher Sitzung geeinigt habe und man müsse jetzt nicht "Äpfel und Birnen vergleichen, "nur weil die Presse im Saal sitzt. Martin Brugger (CDU) meinte, vielleicht solle man angesichts des guten Betriebsergebnisses die Gunst der Stunde zur Erweiterung jetzt nutzen. Michael Benz (FW) und Michael Gilowsky (UMBO) hingegen wollen erst eine Baukostenermittlung, Markus Waibel (FW) "mehr Planungssicherheit. Heidrun Funke (Grüne) lehnte eine Erweiterung rundweg ab, unter anderem wegen der "schlechten Planung.


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