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11. Historisches Markttreiben zu Meersburg
07. – 09. Oktober 2016 auf dem Schlossplatz (abgesperrtes Areal)

Jede Menge „Mittelalter, Mummenschanz und Völlerei“ ist am 2. Oktoberwochenende beim „Historischen Markttreiben zu Meersburg“ und bei der "Belebten Burg" in der Burg Meersburg zu erleben.

Künstler, Handwerker und Händler aus ganz Deutschland  sorgen für ein buntes Treiben in stilechter Kleidung und Ausstattung. Die Trommler- und Tanzgruppe "Santa Fina" aus der Partnerstadt San Gimignano und der Fanfarenzug Meersburg bereichern die Szenerie.

Zug durch die Stadt anl. des Mittelaltermarktes  Mittelaltermarkt_Metusa_2

Zahlreiche Handwerker bieten Einblicke in die Arbeitsweise der alten Zeit. Oft ist Selbermachen erlaubt – vor allem für die Kleinen, die hier liebevoll „die Bälger“ genannt werden. Für diese sind viele Belustigungen geboten, unter anderem das kleinste Handkurbel-Riesenrad der Welt, Mäuseroulette, "die fliegende Kugel" und vieles mehr. Von den Händlern werden mittelalterlich anmutende „Gewandungen“, Kopfputz und passender Schmuck feilgeboten. Man kann sich hier aber auch mit Trinkhörnern, hölzernen Küchenutensilien, Holzschwerter für Kinder, ausgefallenen Honigsorten, verschiedenen „Kräutereyn“ und vielem mehr versorgen.

Auch für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt. Zum Beispiel mit Spezialitäten wie Dinkelsuppe, Sau am Spieß und von Hand frisch zubereitete Nüsse aller Art; die Mundschenke des Marktes halten Kirsch- und Honigbier, Met (Honigwein), historische  Weine und diverse Elixiere bereit. Für zeitgemäßen Ohrenschmaus dagegen sorgen Musiker mit Dudelsäcken und Trommeln. Höfische Tänze und Schaukämpfen ergänzen die Kulisse. Sogar hochmittelalterliche Edelleute nehmen die beschwerliche Reise auf sich, um am Markt teilnehmen zu können. Märchenerzähler,  Gauklervolk und die Cavaliere di Santa Fina.    Mittelalterliches Riesenrad


Der Verein „I Cavalieri di Santa Fina“ aus der Meersburger Partnerstadt San Gimignano wurde 1993 mit dem Ziel gegründet, die mittelalterliche Geschichte der Stadt bei festlichen Anlässen aufleben zu lassen. Sein Name der “Ritter der Heiligen Fina” geht zurück auf die Schutzpatronin der Stadt, die Heilige Fina, die 1253 als Mädchen starb. An den Festtagen prächtig und in ihrer Farbe dekoriert sind die vier Stadtteile aus denen sich die Gruppe zusammensetzt: die Contradas Castello, San Giovanni, Piazza und San Matteo. Seit 2006 sind die Ritter, Tänzerinnen, Trommler und Fanfaren während des Meersburger Mittelaltermarktes zu Gast beim Fanfarenzug Meersburg und mit ihrem Umzug, den Tänzen und Schwertkämpfen eine farbenfrohe Bereicherung. Die Freundschaft zum Fanfarenzug besteht seit Beginn der Städtepartnerschaft, dieses Jahr nahmen die Meersburger zum 10ten Mal teil am mittelalterlichen Fest „Ferie delle Messi“ in San Gimignano. 

Höhepunkt des Veranstaltungsprogramms am Samstag und Sonntag ist das historisches Schauspiel „Mord auf dem See. Simon Weinzürn, der Rebell von Meersburg“ . Das Freiluftspektakel spielt im Jahr 1460 und lässt die Zuschauer Meersburgs Stadtgeschichte an wechselnden Orten der historischen Altstadt hautnah miterleben. Bürgermeister Simon Weinzürn steht kurz davor, die Herrschaft des bischöflichen Stadtherrn abzustreifen und Meersburg zur freien Reichsstadt zu machen. Auf dem Schlossplatz beschwört er die Bürger, seine Politik weiterhin mitzutragen und sich nicht von der Tyrannei des Bischofs einschüchtern zu lassen. Er glaubt, sich auf die mit dem Stadtherrn ausgehandelten Verträge verlassen zu können, doch das ist ein schrecklicher Irrtum! Meersburg wird durch Verrat eingenommen, Bewaffnete des Bischofs marschieren ein und nehmen Weinzürn gefangen. Der bischöfliche Vogt lässt den unbequemen Bürgermeister peinlich verhören und erhebt Anklage, doch Weinzürn gibt nicht nach. Als der Scharfrichter sich weigert, den ohne Gerichtsurteil ausgesprochenen Befehl zur Hinrichtung zu vollziehen, lässt der Vogt den Bürgermeister in Ketten von der Oberstadt hinunter auf ein am Hafen ankerndes Schiff bringen. Das Schiff legt ab und der unglückliche Bürgermeister findet einen gewaltsamen Tod im Bodensee.
Das turbulente und dramatische Geschehen vollzieht sich vor den Augen der Zuschauer, die den Hinrichtungszug begleiten und das Geschehen vom Ufer aus verfolgen können. Personen und Handlung sind authentisch, Simon Weinzürn hat mit seinem Kampf um die bürgerliche Freiheit ein bewegendes und herausragendes Kapitel der Stadtgeschichte geschrieben. Die Hintergründe seiner Ermordung sind bis heute nicht restlos aufgeklärt.

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